Integrative Kindertagesstätte

Integration (von lateinisch integrare, wiederherstellen; deutsch Herstellung eines Ganzen) von Kindern, ist im Kindergartenalltag für jedes Kind eine große Unterstützungsleistung zur Entfaltung der eigenen Potentiale. Durch das Zusammenleben von behinderten und nichtbehinderten Kindern lernen Kinder gegenseitig Rücksicht zu nehmen, kooperativ zu sein, Akzeptanz, Wertschätzung und eigene Stärken und Schwächen zu erkennen. Bei der Umsetzung von Integration im Alltag stehen für uns der Abbau von sozialer Distanz, ein konstruktiver Umgang mit Konflikten und Enttäuschungen sowie Chancengleichheit und Mitgestalten des Alltags im Vordergrund.

Für behinderte Kinder werden individuelle Förderpläne, nach eingehender Anamnese und Beobachtung, erstellt. Diese bilden die Grundlage der pädagogischen Arbeit. Auch bei nichtbehinderten Kindern wird auf den individuellen Entwicklungsstand jedes einzelnen Kindes eingegangen.

Unsere Gruppen

Unsere Kita bietet Kindern und deren Eltern / Sorgeberechtigten Betreuungszeiten für 6h, 9h, 10h oder 11 Stunden an.

Des Weiteren hat unsere Kita vier Krippengruppen (Spatzen, Bienen, Hasen und kleine Käfer), in der Kinder von 1 bis 3 Jahren betreut werden. Die Gruppenstärke liegt bei bis zu 10 Kindern pro Gruppe, wobei auch hier die Integration Kinder mit Behinderung im Vordergrund steht.

Außerdem gibt es drei Integrativgruppen (große Käfer, Frösche und Igel), bei der Kinder im Alter von 3 bis 7 Jahren betreut werden. Unsere Integrative Kindertagesstätte hat 88 Plätze. Insgesamt können davon bis zu 17 Kinder mit Behinderung betreut werden.

Gestaltung des Tagesablaufes

06.30 – 08.00 Uhr
Ankunft der Kinder, freies Spiel, gemeinsames Vorbereiten des Frühstücks
08.00 – 09.00 Uhr
gemeinsames Frühstück, Nachbereitung, hygienische Maßnahmen
09.00 – 09.15 Uhr
Morgenkreis
09.15 – 10.00 Uhr
individuelle Beschäftigungs- und Förderangebote, freies Spiel
10.00 – 11.00 Uhr
Aufenthalt im Freien, freies Spiel
11.00 – 12.00 Uhr
Mittagessen, Nachbereitung, hygienische Maßnahmen
12.00 – 14.00 Uhr
Mittagsruhe (ab 14.00 Uhr Abholung der 6 h - Kinder)
14.00 – 14.45 Uhr
hygienische Maßnahmen, Vesper
14.45 – 17.00 Uhr
Aufenthalt im Freien, freies Spiel (bis zur Abholung durch die Eltern / Sorgeberechtigten)

Die unterschiedlichen Therapie- und Einzelförderangebote werden in den Tagesablauf eingebunden.

Gesetzliche Grundlagen

Gesetzliche Grundlagen für die Integrative Kindertagesstätte sind:

- für alle Kinder:
    - Sächsischer Bildungsplan von 2007
    - Sächsisches Gesetz zur Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen – Gesetz über
      Kindertageseinrichtungen (SächsKitaG) vom 15. Mai 2009
    - Gemeinsame Vereinbarung des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und des Sächsisches
      Staatsministeriums für Kultus zur Kooperation von Kindergarten und Grundschule
      (SächsSchulvorbVO)vom 15. Mai 2009
    - Empfehlung des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales zum Qualitätsmanagement in
      Kindertageseinrichtungen im Freistaat Sachsen vom 05.02.2007    

- für Kinder mit Behinderung:
    - Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales zur Integration von behinderten und von
       Behinderung bedrohten Kindern in Tageseinrichtungen (SächsIntegrVO vom 19. Oktober 2010)
    - SGB IX – Regelungen für behinderte und von Behinderung bedrohte Menschen
    - SGB XII – Eingliederungshilfe für behinderte Menschen

- für nichtbehinderte Kinder:
    - SGB VIII – Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen

Kostenträger

Die Finanzierung der Integrativen Kindertagesstätte erfolgt entsprechend der Regelungen des gültigen SächsKitaG sowie der jeweils gültigen SächsInterVO und setzt sich aus einem:

     - Landeszuschuss (über die Stadt Bautzen)
     - kommunalen Anteil
     - Eingliederungshilfesatz des örtlichen Sozialhilfeträgers
     - Elternbeitrag und
     - Eigenanteil des Trägers des Kindertagesstätte zusammen.